Drüsiges Springkraut, Indisches Springkraut, Polizisten Helm (Impatiens glandulifera)

Heilwirkung:

Nicht innerlich anwenden!

  • Brechreiz auslösend,
  • harntreibend,

Äußerlich:

Springkraut
Springkraut
  • Hämorrhoiden,
  • Hautirritationen
  • Wiesendermatitis

Verwendete Pflanzenteile:

  • Samen
  • Blüten

Inhaltstoffe:

  • Öl
  • Tanin (Gerbstoffe)
  • Säure

 

Sammelzeit:

  • Von April bis Oktober

 

Wenn man die reifen Früchte mit den Fingern berührt, platzen sie explosionsartig auf und schleudern ihre Samen bis zu 10 Metern weit in die Umgebung. Das Aufplatzen kitzelt lustig an den Fingern und man bekommt kaum genug von diesem Vergnügen.

Das Springkraut aus der Familie der Balsaminengewächse stammt aus dem Himalaja und wurde 1839 über England in die botanischen Gärten nach Deutschland gebracht. Von dort wilderte es sich schnell aus. Mit seiner Wuchskraft wuchert es Flussläufe, Gräben und Waldränder zu und verdrängt zunehmend die einheimische Flora.

Es kann bis zu 2 m hoch werden. Oft ist es aber nur 1m groß. Sein Stängel ist rötlich überlaufen und hat knubbelige Gelenke. Die Blätter sind länglich eiförmig mit einer Spitze am Ende. Die rosafarbenen Blüten sehen sehr hübsch aus, fast wie Orchideen. Daher wird das Springkraut auch manchmal „Orchidee des armen Mannes“ genannt.

Aus den Blüten entwickeln sich Schoten, die die Samen beherbergen. Sobald diese Schoten reif sind, platzen sie bei der leichtesten Berührung auf und schleudern die Samen meterweit in alle Richtungen. Dieses Samenschleudern trägt dazu bei, dass sich das Springkraut so rasant vermehrt. Außerdem hat es der Pflanze den Namen Springkraut gegeben

  • Als Heilpflanze wird das Springkraut kaum genutzt, weil seine Heilwirkung nur schlecht dokumentiert ist.
  • Das Springkraut gilt als leicht giftig. Die rohen Blätter lösen Brechreiz aus. Wer also einen empfindlichen Magen hat, sollte auf den Verzehr größerer Mengen verzichten.
  • Gekocht kann man die Blätter jedoch in kleinen Mengen essen, z.B. in einer Wildkräutersuppe (man kann es aber auch bleiben lassen).
  • Die frisch gesammelten Blätter kann man auch in Öl oder Schweineschmalz kochen und eine Salbe daraus zubereiten. Solch eine Salbe hilft möglicherweise bei Hämorrhoiden und Hautausschlägen. Sehr gut ist diese Wirkung aber wohl nicht, sonst wäre sie wahrscheinlich bekannter.
  • Die Samen kann man knabbern; sie schmecken leicht nissig, sind aber schwer in größeren Mengen zu ernten. Der Kräuter Waztel zieht eine Tüte darüber.
  • Aus den Samen kann man ein Öl gewinnen, das man essen oder als Lampenöl verwenden kann
  • Als Bachblüte ist es unter dem Namen „Impatiens“ bekannt.
  • Es kommt sogar in den Notfalltropfen (gegen innere Unruhe) vor.
  • Blütengelee daraus herstellen

 

Springkraut-Blüten-Gelee (Zutaten)

  • 1 große Handvoll dunkelrosa Blüten
  • 1l Apfelsaft
  • 2 Zitronen
  • Gelierzucker

Die Blüten in ein Gefäß geben und den Apfelsaft darüber gießen und über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag wird abgeseiht. Die Blüten haben ihre Farbe an den Apfelsaft abgegeben – er ist jetzt leicht rosa-rot. Nun den Zitronensaft auspressen und in das Gefäß zum Blütenapfelsaft geben. Anschließen Gelierzucker nach Anleitung zubereiten und in Gläser abfüllen

 

Erläuterung:

Impatiens

Die Bachblüte Impatiens steht im Zusammenhang mit Geduld und Ungeduld.

Vor lauter innerer Geschwindigkeit haben Impatiens-geprägte Menschen oft wenig Geduld mit ihren Mitmenschen. Deren Arbeit geht ihnen zu langsam, sie denken und sprechen zu langsam. Daher machen Vorgesetzte im Impatiens-Zustand am liebsten alles selbst und nehmen ihren Mitarbeitern die Arbeit aus der Hand und fallen ihnen häufig ins Wort.

Impatiens-Menschen möchten die Dinge vorantreiben und können es kaum abwarten, bis ihre Umgebung auch soweit ist. Darum arbeiten Impatiens-Menschen eigentlich am liebsten alleine, weil sie dann keine Konflikte mit Mitarbeitern haben.